Geschlechterverhältnis und revolutionäre Organisierung

Der Artikel erschien am 10.05.2017 unter der Adresse: https://linksunten.indymedia.org/de/node/212106.

.pdf-Datei unseres damaligen Artikels:
http://systemcrashundtatbeilinksunten.blogsport.eu/files/2017/08/abschnitt_ii__final__10-05-2017.pdf (25 Seiten)

Kurze Zusammenfassung (eines Teils) des Diskussionsgegenstandes:

„Geschlechterverhältnis und revolutionäre Organisierung“ weiterlesen

Bür­ger­tum, Arbei­te­rIn­nen, Eli­ta­ris­mus – Was ist gemeint?

Der Artikel erschien am 10.04.2017 unter der Adresse: https://linksunten.indymedia.org/de/node/209092.

Unser damaliger Beitrag ist dort:

http://systemcrashundtatbeilinksunten.blogsport.eu/files/2017/08/linksunten-doku-1.pdf

auf Seite 42 – 62 zu finden; siehe auch:

http://scharf-links.de/47.0.html?&tx_ttnews[tt_news]=61957&tx_ttnews[backPid]=56&cHash=cee37c1d0e (Text 5)

Soziale Kämpfe: 11 Anmer­kun­gen zu 11 The­sen der Basis­gruppe Antifa

Der Artikel erschien am 25.03.2017 unter der Adresse: https://linksunten.indymedia.org/de/node/207623.

Unser damaliger Beitrag ist unter folgender URL:

http://systemcrashundtatbeilinksunten.blogsport.eu/files/2017/08/linksunten-doku-1.pdf

auf Seite 12 – 22 zu finden; siehe auch:

http://scharf-links.de/47.0.html?&tx_ttnews[tt_news]=61957&tx_ttnews[backPid]=56&cHash=cee37c1d0e (Text 2)

Zwei Artikel, 2 × 2 konvergierende Thesen und eine Differenz

Der Artikel erschien am 09.10.2016 unter der Adresse:

https://linksunten.indymedia.org/de/node/193047.

Wir stellen ihn hier erneut zur Verfügung:

 

Zwei Artikel, 2 x 2 konvergierende Thesen

und eine Differenz

von systemcrash & TaP

Am Samstag erschien im neuen deutschland (8./9.10.2016, S. 21) ein Artikel von Raul Zelik mit der Überschrift „Macht Gegenmacht!“. Bereits am Freitag erschien von uns selbst auf der Webseite des ND ein Artikel zum Thema „Verteilungs- oder Produktionsfragen in den Mittelpunkt stellen?“.

Beide Artikel konvergieren in 2 x 2 Thesen:

Raul: „In bürgerlichen Gesellschaften ist Macht […] nicht in erster Linie im politischen Apparat angesiedelt, sondern in den Eigentumsverhältnissen […] und in den antrainierten Handlungsmustern der Individuen (das ist die gouvernementale Seite der Macht). Linke Politik hat deshalb nur dann eine Perspektive, wenn sie die Macht der Großkapitalvermögen durch soziale Kämpfe und die allgemein durchgesetzten Handlungsmuster durch gegenkulturelle Formen […] zurückdrängt.“

systemcrash/TaP: „Solange das produktive Kapital sich in Privathand befindet, ist auch die Einkommensverteilung ‚ungleich’ (denn den Mehrwert […] bekommen diejenigen, die die Produktionsmittel besitzen, d.h. die produzierten Produkte verkaufen und die Einnahmen daraus realisieren); diese Konzentration des Reichtums ist also eine sekundäre Wirkung des Privateigentums an Produktionsmitteln, der Tausch gleicher Wertquanta – Lohn gegen Arbeitskraft – bleibt dabei unangetastet. Das heißt wiederum: Der Konzentration des Reichtums kann letztlich nur dann wirksam begegnet werden, wenn die ‚Primärverteilung’, also die Aufteilung in private KapitaleignerInnen und (produktionsmittelfreie) ArbeitskraftbesitzerInnen angetastet wird. Und das heißt konkret, die Lohnabhängigen müssen die Produktionsbedingungen unter ihre kollektive Kontrolle bringen.“

Raul: „Ein Reformismus, den man ernst nehmen könnte, müsste zunächst einmal einen radikalen Perspektivwechsel vollziehen: Er müsste konsequent aus der Perspektive der Gesellschaft gedacht werden und auf die Entfaltung sozialer Gegenmacht – statt auf die symbolische Macht von PolitikerInnen – setzen.“

systemcrash/TaP: „Ein sozial- oder steuerpolitischer gesetzgeberischer Erfolg im Sinne von mehr ‚Verteilungsgerechtigkeit’ mag die vorherige Eroberung gesellschaftlicher Gegenmachtpositionen voraussetzen, ist aber selbst keine Gegenmachtposition, sondern läßt die Entscheidungsgewalt beim Staatsapparat und macht den Entscheidungsinhalt von dem jeweiligen dortigen politischen Kräfteverhältnis abhängig. Zumindest tendenziell etwas anderes wären gesetzliche Regelungen, die mehr gesellschaftliche Handlungsspielräume für die Lohnabhängigen eröffnen, z.B. die Abschaffung der Pflicht der Betriebsräte zur ‚vertrauensvoll[en]’ Zusammenarbeit mit der Kapitalseite zum Zwecke des ‚Wohl[s] der Arbeitnehmer und des Betriebs’ (§ 2 Abs.1 BetrVG) oder ein Verbot von Aussperrung; noch etwas anderes wäre die Besetzung eines Betriebes und dessen Verteidigung gegen die Polizei.“

Das heißt: Wir sind uns einig, dass

  • (unter dem Gesichtspunkt der Klassenverhältnisse): die Eigentumsverhältnisse (in Bezug auf die Produktionsmittel) (und nicht erst die Verteilung der jährlichen Einkommen) das Ausschlaggebende sind
  • und dass es nicht darauf ankommt, Vertrauen in den bestehenden Staat zu investieren, sondern Gegenmacht zu entwickeln.

———

Eine Differenz ergibt sich allerdings aus folgender These von Raul:

„Wenn man sich die Geschichte der Revolutionen vergegenwärtigt, die stets mit (Bürger-)Krieg und der autoritären Verteidigung der Staatsmacht durch revolutionäre Führungsgruppen einhergingen, begreift man schnell, warum Subalterne ihre Unzufriedenheit so selten in revolutionäres Aufbegehren verwandeln.“

Auch diese These ist auf der beschreibenden Ebene zutreffend; allerdings überzeugt es uns nicht, diesen bisherigen Geschichtsverlauf als Schicksal hinzunehmen. Zwar dürften grundlegende Veränderungen ohne BürgerInnenkrieg um die Macht nicht sehr wahrscheinlich sein; aber nicht notwendig ist unseres Erachtens, dass dieses zu einer Verselbständigung der Führung gegenüber etwaigen revolutionären Massen führen muss.

Vor allem sind wir der Überzeugung, dass sich Gegenmachtpositionen nicht mehr und mehr ausbauen lassen, ohne – früher oder später – vor die Machtfrage gestellt zu sein. Jedes besetze Haus und jede Straßensperre von streikenden ArbeiterInnen, die geräumt werden, zeigen dies – noch lange, bevor sie zu wirklichen Bedrohungen für die powers that be werden.

Deshalb stellten wir in unserem Artikel von Freitag die These auf: „Wir teilen unsererseits die Ansicht, daß […] Angriffe auf die ‚unternehmerische Autonomie’ […] für die Eroberung von ‚Gegenmachtpositionen’ und deren Weiterentwicklung in Richtung ‚ArbeiterInnenkontrolle’ […] wichtig sind.“ Denn: „ArbeiterInnenkontrolle“ im strengen Sinne ist mehr als bloße Gegenmacht: „Normalerweise üben […] die Gewerkschaften eine gewisse Kontrolle im konventionellen Sinne über Produktionsbedingungen, Arbeitsnormen und dergleichen aus“. ArbeiterInnenkontrolle im strengen Sinne ist dagegen „Doppelherrschaft auf Betriebsebene“ – also „ein Aspekt (gewöhnlich ein sekundärer) einer verallgemeinerten revolutionären Krise“.1

Solange diese „verallgemeinerte revolutionäre Krise“ aber noch nicht herangereift ist – bzw. noch Lichtjahre von unserer gesellschaftlichen Wirklichkeit entfernt ist2 –, stimmen wir Raul Zeliks Plädoyer, so würden wir ihn ‚übersetzen’ wollen, für einen Kampf von unten um Reformen (im vor-neoliberalen Sinne) zu – allerdings eingebunden in eine (nicht nur Sonntagsrede seiende, sondern die konkrete Form der Tagespolitik bestimmenden) Perspektive der revolutionären Umwälzungen.

2 Wir stimmen Raul ausdrücklich zu, dass „es im Moment keine Anzeichen für einen linken Massenaufbruch gibt“.

Sind die Grenzen des revolutionären Konsenses erst bei Antisemitismus überschritten?

Der Artikel erschien am 28.04.2016 unter der Adresse: https://linksunten.indymedia.org/de/node/177137.

Wir stellen hier dessen .pdf-Version zur Verfügung:

http://systemcrashundtatbeilinksunten.blogsport.eu/files/2017/08/1_mai_2016_oekoli_antisem_fin__m_sp-k.pdf

Ein feministisch-​​​​trotzkistischer Dia­log über „Per­spek­tive Kom­mu­nis­mus“

Der Artikel erschien am 18.04.2016 unter der Adresse: https://linksunten.indymedia.org/de/node/176133.

.pdf-Datei unseres damaligen Artikels:
http://systemcrashundtatbeilinksunten.blogsport.eu/files/2017/08/dialog_perspektive-kommunismus_fin.pdf

„die Hebel da ansetzen, wo es weh tut“

Der Artikel erschien am 30.01.2016 unter der Adresse: https://linksunten.indymedia.org/de/node/167271. Wir stellen hier dessen .pdf-Version zur Verfügung:

http://systemcrashundtatbeilinksunten.blogsport.eu/files/2017/08/wo_s_wehtut-korr_li_u.pdf

„„die Hebel da ansetzen, wo es weh tut““ weiterlesen

Was wäre dann bes­ser … –

…wenn es einen ‚Block revo­lu­tio­nä­rer Grup­pen’ gäbe?

Der Artikel erschien am 23.01.2016 unter der Adresse: https://linksunten.indymedia.org/de/node/166242/. Wir stellen hier dessen .pdf-Version zur Verfügung:

http://systemcrashundtatbeilinksunten.blogsport.eu/files/2017/08/was_waere_besser_fin_23-1-16.pdf

Den Klas­sen­be­griff dis­ku­tie­ren!

Der Artikel erschien am 03.01.2016 unter der Adresse: https://linksunten.indymedia.org/node/163936/.

Wir stellen hier die .pdf-Version des Artikels zur Verfügung:
http://systemcrashundtatbeilinksunten.blogsport.eu/files/2017/08/den_klassenbegrif_diskutieren-fin.pdf „Den Klas­sen­be­griff dis­ku­tie­ren!“ weiterlesen

Das stra­te­gi­sche Dilemma der Lin­ken des 21. Jahr­hun­derts

Der Artikel erschien am 21.12.2015 unter der Adresse: https://linksunten.indymedia.org/de/node/162939.

Wir stellen hier eine – nachträglich leicht korrigierte – .pdf-Datei zur Verfügung:
http://systemcrashundtatbeilinksunten.blogsport.eu/files/2017/08/seibert_antwort_fin-plus.pdf „Das stra­te­gi­sche Dilemma der Lin­ken des 21. Jahr­hun­derts“ weiterlesen

[B] Eine revolutionär-feministische Perspektive auf die „linksradikale, queerfeministische Perspektive“ (von Samstag) auf den 8. März

Der Artikel erschien am 11.03.2014 unter der Adresse: https://linksunten.indymedia.org/de/node/108153.

Hier werden die .pdf-Version, die an den Artikel angehängt war, und – aus dem google-Cache Stand vom 5. Aug. 2017 01:04:50 GMT – die acht Kommentare, die unter dem Artikel erschienen waren, wieder zugänglich gemacht.

http://tap2folge.blogsport.eu/files/2018/10/rev_fem_vs_queerfem_fin.pdf

Feministische Essentials

Der Artikel erschien am 29.08.2012 unter der Adresse: https://linksunten.indymedia.org/de/node/66283; dokumentiert wird hier der Artikel-Stand von 2. Aug. 2017 18:17:47 GMT, wie er am 25.08.2018 um 14:18 Uhr aus dem google-Cache gesichert wurde:

In der geschlechter-gemischten Linken findet seit März vergangenen Jahres eine Diskussion über den eventuellen Aufbau einer neuen Organisation von Linken mit revolutionärem Anspruch („NaO-Prozeß“) statt. In diesem Kontext veröffentlichte ich gestern einen Vorschlag für eine „Erklärung über die theoretisch-strategischen Grundlagen des NaO-Prozesses“ [vgl. jetzt dort, S. 4 – 10]. Im Zusammenhang mit diesen „theoretisch-strategischen Grundlagen“ wird in dem Diskussionsprozeß von „Essentials“ gesprochen [vgl. jetzt dort, S. 4 – 10]. Es folgen hier ein Auszug jener Passagen aus diesem Vorschlag, die sich mit dem Geschlechterverhältnis befassen, und eine Anmerkung zu den Grenzen dieses Vorschlages, die es für Feministinnen problematisch (aber vielleicht nicht unmöglich) machen, sich am „NaO-Prozeß“ zu beteiligen:

Der Zweck unserer Organisierung ist die Überwindung jeglicher Herrschaft und Ausbeutung. […]. Wir sind uns einig, dass die Erreichung dieses Ziel auch in (post)modernen Gesellschaften nicht nur die Überwindung von Klassenherrschaft und -ausbeutung, sondern auch die von Rassismus und männlicher Dominanz sowie aller weiteren bestehenden oder neu entstehenden Herrschafts- und Ausbeutungsverhältnissen erfordert. […].

Es besteht noch Untersuchungs- und Diskussionsbedarf über das genaue Verhältnis von Kapitalismus, Patriarchat/Sexismus und Rassismus. […]. Wir sind uns aber jedenfalls schon insoweit einig, dass wir weder der Ansicht sind, dass männliche Dominanz und Rassismus mit Überwindung des Kapitalismus automatisch verschwinden würden, noch dass der Kampf gegen Rassismus und männliche Dominanz in kapitalistischen Gesellschaften fehl am Platze oder sinnlos sei. Vielmehr  „Feministische Essentials“ weiterlesen