2017-08-26.: junge Welt, Zensur als Option

„Nicht nur symbolisch aber ist die Folge des Verbots: Jeder, der künftig an der inkriminierten Seite mitwirkt, muss wegen Verstoßes gegen das Vereinsgesetz mit Strafe rechnen. Auf den Inhalt dessen, was man schreibt, kommt es dabei gar nicht mehr an. Insofern ist das Verbot ein Schritt dahin, die Reichweite der linksradikalen, antikapitalistischen Szene sowie ihren internen Informationsaustausch einzuschränken. Das ist auch ein Signal an andere radikal linke Medien, auch die junge Welt, die ja laut Zeugnis des Verfassungsschutzes das wichtigste Printmedium der linken Szene ist. Zensur und gewaltsame Meinungsunterdrückung ist immer noch eine Option für den bürgerlichen Staat.“

Quelle:
https://www.jungewelt.de/artikel/317062.zensur-als-option.html