2017-08-25.: vice.com, linksunten „war nicht nur eine riesige Informationsquelle über Linke, sondern auch über Strukturen der Neonazi-Szene“

„Zwei Beispiele aus dem letzten Jahr: Als Aktivisten der Antifa die Vernetzungen sämtlicher an dem Überfall auf Connewitz beteiligten Neonazi-Hooligans recherchierten und online stellten, gab die Polizei selbst offen zu, dass das die Ermittlungen voranbringen würde. Und als im Juni tausende WhatsApp-Nachrichten aus einer internen Gruppe der AfD Sachsen-Anhalt auf linksunten auftauchten, kündigte die Bundespolizei Ermittlungen gegen einen ihrer eigenen Beamten an, der in der Gruppe offen von einem Bürgerkrieg gegen ‚Muselmane‘ fantasiert hatte.
Neben diesen spektakulären Einzelfällen war auf linksunten über die Jahre aber auch ein umfassendes Archiv rechtsextremer Aktivisten und ihrer Verknüpfungen gewachsen. An keinem anderen Ort im Internet konnte man so detaillierte Informationen zu Einzelpersonen, Gruppierungen und Aktionen finden wie auf linksunten. Dass diese Informationen jetzt erstmal nicht mehr gebündelt zugänglich sind, ist nicht nur für Journalisten ein Verlust, sondern auch für die Behörden. „

Quelle:
https://www.vice.com/de/article/a334nj/mit-dem-indymedia-verbot-haben-sich-die-behorden-selbst-ins-bein-geschossen